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Mittwoch, 14. November 2018
Stadt Bad Wilsnack

Bad Wilsnack

Rathaus mit KircheErsturkundliche Erwähnung: Als Kirchdorf 1300 mit Schreibweise des Namens wie heute, jedoch nicht mit einer Urkunde belegt. Erste urkundlich nachweisbare Erwähnung 1383 aufgrund eines Brandes in der alten Dorfkirche. Spätere Schreibweisen: Wuilsnack (1384 - 1396), Wilsnagke (1433), Wilßnack (1440), Wylsnak (1455).
Bedeutung des Ortsnamens: Nachweislich altslawischer Wohnplatz, mögliche Ableitung des Ortsnamens vom Volksstamm der Weleten oder auch Wilzen genannt oder auch bezeichnet nach den Wiken, einer Art Nympfen aus dem slawischen Mythos, Endsilbe "ack" könnte aus der niederdeutschen Mundartform des alten Wortes "ach" = Wasser stammen.

Das Städtchen erlangte im Mittelalter überregionale Bedeutung als Wallfahrtsort, als sich hier ein Hostienwunder zugetragen hatte. Noch heute zeugt die Wunderblutkirche mit dem erhaltenen Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert von diesen Tagen.

Ein moderner Kurkomplex sowie ein Thermalbad mit Gradierwerk am Stadtrandbereich bieten Erholung für Körper und Seele. Neben traditionellen Behandlungen mit Naturmoor können Sie das Heilmittel Thermalsole zur Stärkung ihrer Gesundheit nutzen.

Näheres: www.bad-wilsnack.de


Grube (Ortsteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1244 als "Grubo", 1376 hieß der Ort "Grobe".

Kirche in GrubeGrube war vor 1376 bis nach 1817 im Besitz der Adelsfamilie Quitzow. Zeitweilig hatte auch die Familie von Bodenhausen Besitztümer in Grube. Im Jahr 1543 und den nachfolgenden Jahren bestanden in Grube zwei Wohnhöfe der von Quitzow: Hans von Quitzow und Henning von Quitzow mit zwei Hufen. Bereits im Jahr 1576 wohnten schon 13 Hüfner und 7 Kossäten dort. 1608 hat sich die Zahl der Rittersitze schon auf 3 erhöht.

Sehenswürdigkeiten:

In der heute unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkkirche in Grube ist ein gotischer Flügelaltar aus dem Mittelalter erhalten.
Ebenfalls sehenswert ist ein Gutsarbeiterhaus in der Dorfstraße, bei dessen Bau als Material Klump - ein tief dunkelbrauner eisenhaltiger Stein - verwendet wurde. Häuser aus solchem Material findet man in der Prignitz sehr selten.
Denkmalgerecht saniert, instandgesetzt und umgebaut  wurde das barocke Gutshaus in Grube.  Für Veranstaltungen, Tagungen und Familienfeiern können die Halle, der Gartensaal sowie ein kleiner und großer Veranstaltungsraum gemietet werden. Im Schloss erwarten Sie ein Restaurant, wechselnde Ausstellungen und verschiedene Veranstaltungen.Verschiedene Suiten und liebevoll eingerichtete Zimmer warten auf Übernachtungsgäste. Nähere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie auf www.schloss-grube.de


Sigrön (bewohnter Gemeindeteil vom Ortsteil Grube)
Ersturkundliche Erwähnung: 1871 fand Sigrön seine erste schriftliche Erwähnung als "Vorwerk Siegröhn". Das Vorwerk bestand zu dieser Zeit aus 2 Wohngebäuden. Später war Sigrön ein Wohnplatz von Grube zu dem es von 1928 bis 31. 12. 2001 als Ortsteil und seitdem als bewohnter Gemeindeteil gehört.

Haaren (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1316 mit der Bezeichnung "Horne" als Dorf mit Mühle, 1422 "vor deme Horne" und 1707 "der Kleine Hahren", 1499 steht "wüste Mühlenstätte beim Haaren" geschrieben.
Bedeutung des Ortsnamens: Der Ortsname ist slawischen Ursprungs: horno = Esse, Herd oder Töpferofen.

Das Vorwerk Haaren gehörte früher zum Gutsbezirk Kletzke. Mit Auflösung der Gutsbezirke kam am 01. Oktober 1928 zur Gemeinde Grube. Im Jahre 1971 erfolgte die Umgemeindung Haarens nach Bad Wilsnack.


Scharleuk (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1721 als Charleycke
Ursprünglich siedelte hier nur ein Elbfischer, später kam eine Ausflugsgaststätte mit Bootsanleger hinzu. Gegenwärtig gibt es einige Wohnhäuser und zahlreiche Wochenendhäuser. Eine weitere Bebauung ist z.Z. nicht möglich.






Groß Lüben (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1339 in einer Urkunde zur Übereignung von Geldern aus Schilde für den Kirchenaltar in Groß Lüben

Im Jahr 1686, bei der Steuerfestsetzung war der Besitzer Mathias Friderich von Saldern genannt. In diesem Jahr gab es in Groß Lüben schon eine Schule, was wohl für diese Zeit schon sehr bemerkenswert ist. In den Jahren 1842 und 1848 wüteten große Feuersbrünste im Ort und nur wenige Gehöfte bleiben verschont. Beim Wiederaufbau wurden einige Häuser an das Nordende des Dorfes verlegt. Heute findet man noch die Reste einer alten Windmühle. Die 1912 erbaute Kirche, die im Herbst 2012 eine neue Kirchturmspitze erhielt, ist einen Besuch wert. Sie war seit 1984 nach einem Sturmschaden nur mit einem Notdach ausgestattet. Auf dem Reitplatz des Reit- und Fahrvereins Groß Lüben e. V. finden alljährlich im Juli Reit- und Fahrturniere statt. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Websites www.grosslueben.eu

www.kirche-grosslueben.de

www.rfv-grosslueben.de

 

Jackel (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1560 die newe unndt alte Jackell

Försterei und Holzungsrevier, ursprünglich zum Haus Plattenburg gehörig. 


Klein Lüben (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1415 als "Lutke Luben"
Bedeutung des Ortsnamens: aus dem Slawischen = "lieb", "wert"

Klein Lüben ist gelegen auf einem Sporn der Talsanddüne, der sich in die Elb-Karthane-Niederung vorschiebt. Vor 575 Jahren stand ein Schloss im Runddorf. Seit 1490 gehörte der Ort zur Herrschaft Plattenburg. Im Jahr 1686 war der Besitzer Mathias Friderich von Saldern. Der 30jährige Krieg brachte Klein Lüben große Verwüstungen, die im Kirchenbuch festgehalten sind. Der Ort war in der Vergangenheit oft von Überschwemmungen der Elbe und der Karthane heimgesucht; jedoch sind Häuser und Stallungen auf Warften gelegen, so dass das Hochwasser selten bis zum Dorf vordrang. 1902 wurde die Chaussee nach Gnevsdorf gebaut. Der Bau der Kirche erfolgte 1904. Im Inneren der Kirche befinden sich ein schöner Altar und als Besonderheit ein schwebender Taufengel. Die Karthane umfließt Klein Lüben in einem größeren Bogen und eine Erkundung der Umgebung des Dorfes in Richtung des Flüsschens lohnt sich besonders im Frühling.

Karthan (bewohnter Gemeindeteil von Bad Wilsnack)
Ersturkundliche Erwähnung: 1491 als wüste Dorf- und Mühlenstätte

Im Jahr der Ersterwähnung war Karthan je zur Hälfte gehörig zur Herrschaft Kletzke und zur Plattenburg. 1586 gab es dort eine Schäferei und ein Vorwerk. Von einem Forsthaus wird 1773 berichtet. Von 1928 an gehörte Karthan zu Groß Lüben, später wurden dann beide in Bad Wilsnack eingemeindet.